Erkenntnis ohne Gewinn
17. October 2026Die Kehle
wird trocken
jemand hat
dir die Seele
geklaut.
Manchmal
hilft bloßes Zocken
aber oftmals
bleibt dir
einfach
alles verbaut.
Die Kehle
wird trocken
jemand hat
dir die Seele
geklaut.
Manchmal
hilft bloßes Zocken
aber oftmals
bleibt dir
einfach
alles verbaut.
Allein
auf weiter Flur
staubt es
schon wieder
obwohl ich
gerade gesaugt
habe.
Ach, wäre
dieser Staub
nur endlich Laub:
Ich würde
in meiner Wohnung
täglich durch
den Herbst tanzen.
Ein Blatt mindestens
würde sich sicherlich
wenden.
Immer hier
geblieben
jede Veränderung
bemerkt
viele vermisst
die weggegangen sind
echt nur äußerst
wenige verwünscht:
Meist
blieben
die Flüche
in der Küche.
Jegliche Putzmittel
vorhanden
und auch alle
meine Strümpfe
treten auf als Paar.
Das sind die
unbesiegbaren Trümpfe
die ich aus dem
Ärmel zu ziehen verstehe
alle diese Zaubertricks
die ich anwende für Dich-
Löffel aus der Nase
Gabel aus der Bluse
Jetzt, heul nicht gleich
wie Suse!
Denn deine Worte
haben Hand und Fuß
und darauf gebe
ich Dir freiwillig
mein Wort:
keine:r von uns
redet Stuß!
Du hast den Ort
wohl schon gefunden
an dem wir es
uns gemütlich
machen können.
Du pflegst dort
das Gemüse
und damit
mein Gemüt.
Wie oft
muss ich
wohl noch die
Bildschirmhelligkeit
am Computer
neu einstellen
damit mir
endlich ein Licht
aufgeht?
Und kommt meine
alte Kommode
deshalb aus
der Mode?
Wenn
die Jahreszeiten
wechseln
ändern sich
mit den Klamotten
meistens auch
die Launen.
In meinen
Träumen räumen
sich die Schränke
ganz von selbst
ein und aus.
Beim
Frühjahrsputz
jedoch
schwing ich
mich nachher
endlich
auf den
Hexenbesen.
Am Horizont
zwei Schiffe
die nicht an
Krieg erinnern.
Auch die Möwen
blicken zuversichtlich
aufs Wasser.
An unseren Händen
und am Körper
der klebrige Sand
als würde er
niemals durch
eine Uhr
rieseln
müssen.
Zuverlässig
klatschen
die Wellen hier
dem Spätsommer
an der Brandung
immer wieder
Beifall.
Nahe am
Wasser gebaut
die Unterhaltung
für die Ankömmlinge:
Am Ufer
schieben sich
die umschwärmten
Massen durch
ihre Träume
vom Abenteuer.
Hier ist alles
so gepflegt.
Am späten
Abend
den richtigen
Code für die
Haustür
und den Blick
aus der
Altstadwohnung
gewusst:
Nach Sonnenuntergang
auf der gegenüberliegenden
Straßenseite
liegen die
Obdachlosen
auf ihren Pappen
und waschen
dreckige Wäsche
im alten Brunnen-
herausgerutscht
aus jedem
Postkartenmotiv.
Unsere Gespräche
streicheln die Satelliten.
Der Staub fällt von den Sternen.
Regelmäßig gewischt
wird der Staub vom Regal.
Es ist nicht egal.
Wir sind die Diener.
Aber verdienen wir genug?
Ein paar besetzte Häuser
als Ruinen.
Dahinter ein Kiosk.
Seine Lichter leuchten grell.
Die Touristen nutzen
die Steine ab.
Als ich
nichts mehr
brachte
warst du es
der mir einen
Blumenstrauß
brachte
nichts war aus
das achte ich nun
das brachte mir viel.
Im Ort
erfahre ich
von Dramen
die den Rahmen
sprengen
Niemand hier
sprengt mehr
die Gärten
denn der Rhein
weint
als Rinnsal
auch der Wein
hat Farbe und
Geschmack
verändert
und die Warnung
der neuen App
vor dem Rauch
aus Belgien
macht den Brand
nicht wirklich besser
als letzter
Heilsbringer
wird nun
der Regen
erwartet
aber die Gewitter
sind vor allem aggressiv
wie nie
und hinterlassen
nichts
als heiße Tropenluft
Wir sehnen uns
nostalgisch
nach dem Duft zurück
von kühlen Nächten
mit klarem Sternenhimmel
ohne Satelliten
oder Drohnen.